Flüche und Besetzungen Teil 2

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Schwestern, die durch Meer und Land
l
eichten Fußes umgewandt,
m
acht die Runde Hand in Hand,
m
acht die Runde um und um,
k
rumm ist grad und grad ist krumm,
l
egt den Bann und schlingt das Band!“

(Macbeth / William Shakespeare)

Krumm ist grad und grad ist krumm,“ – so fluchen die Hexen in Macbeth, die ihm seinen späteren Fall prophezeien. Flüche und Besetzungen verzerren das Energiefeld eines Menschen. Er ist verstrickt in Qualen, aus denen er sich nicht befreien kann. Er glaubt zu sein, was er nicht ist. Er ist verflucht.

1.1 Besetzungen

Bei Besetzungen werden wir zu einem Gefäß für eine bestimmte Fremdenergie, die sich wie ein Parasit in uns festsetzt und verschiedenste Lebensbereiche steuert. Anders als bei „gewöhnlichen“ Fremdwesen, die uns beeinflussen, übernimmt dieser Besetzungs-Parasit nun die komplette Steuerung einer oder mehrerer Lebensfunktionen. Wir werden durch Krankheiten und Tragödien geschwächt und, da wir von Negativität vereinnahmt sind, von unserer Umwelt abgelehnt. Das perfide ist, dass wir auch als Opfer besetzt werden können. Das Leben bewertet nicht. Gerechtigkeit ist ein menschliches Konstrukt. Jedes traumatische Ereignis, dass die Seele erschüttert, kann eine Einladung für Besetzungen sein. Besonders bei Gewalttaten wie sexuellem Missbrauch oder gezielter Grausamkeit kann die Besetzung des Täters auf das Opfer überspringen, weil das Opfer vor Angst und Terror im wahrsten Sinne außer sich ist.

Diese Übernahme kann unter Umständen bis zur kompletten Vernichtung des Wirtes führen, wenn es dem Parasit gelungen ist, durch die Untaten des Wirtes nun auf ein weiteres Opfer überzuspringen. Da wir nicht mehr Herr unserer selbst sind, werden wir früher oder später uns selbst wie auch Anderen massive Gewalt zufügen, damit der Parasit seine unheilvolle Reise fortsetzen kann. Solche Besetzungen erfolgen meist durch Dämonen, aber auch durch Geister, Außerirdische und andere, mächtige Wesen der Finsternis.

Geister von Verstorbenen sind allerdings meist nur deswegen in der Lage, jemanden zu besetzen, weil eine Verbindung aus diesem oder früheren Leben besteht. Sie wollen den Besetzten nicht vernichten, sie streben vielmehr danach, durch ihn weiterzuleben, oder ihm nahe zu sein und so jede wirklich intime Beziehung zu blockieren. Das Leben des Besetzten ist geprägt durch Trauer, Verlust und Einsamkeit. Der Leidtragende ist durch den Parasiten zwischen den Welten gefangen.

Außerirdische besetzen Menschen, um mit ihnen zu experimentieren. Sie erforschen Gefühle und treiben ihr Opfer in alle möglichen und unmöglichen Extremsituationen.

Besetzungen geschehen außerdem durch massiven Drogenkonsum, schwere karmische Verstrickungen, gezielten Machtmissbrauch sowie gefährliche, spirituelle Praktiken, wie beispielsweise schwarzmagische Rituale oder „besetzende“ (zutiefst manipulative) Gurus. Die Besetzung erfolgt dadurch, dass man durch sein Verhalten diese Kräfte aktiv einlädt.

Besetzungen sind in den allermeisten Fällen eine Folge davon, dass Jemand an Seelenverlust leidet, egal, ob es sich dabei um Opfer oder Täter handelt. Als Seelenverlust bezeichnet man im Schamanismus Ereignisse, die bewirken, dass sich Teile der Seele abspalten. Psychologisch könnte man dies als schweres Traumata bezeichnen. Man ist sprichwörtlich nicht (mehr) bei sich selbst zuhause. Man ist in Gier, Ohnmacht, Leiden, Selbsthass oder Rauschmitteln verloren und wird dadurch übernommen.

Manchmal kommt es dabei zu Spontanheilungen, weil sich die Seele aufbäumt und unterstützende, unsichtbare Kräfte die Wesenheit vertreiben. Besetzungen verschwinden jedoch selten von selbst. Meist benötigt es jemanden, der diese Wesenheit entfernt, ohne den Betroffenen (und sich selbst) zu gefährden.

Nicht jede Negativität ist auf Fremdwesen oder Besetzungen zurückzuführen. Es handelt sich hierbei um massive und konstante Veränderungen im Leben bzw. der Persönlichkeit der besetzten Person.

Flüche

So wie man bei Besetzungen zwischen „gewöhnlichen“ und speziellen Fremdwesen unterscheidet, so muss man auch Flüche in schwächere und mächtige unterteilen.

Schwächere Flüche können durch dauerhafte, destruktive Gedanken entstehen, ob nun von der Person selbst oder durch Andere. Diese schwächen und stören den Lebensfluss. Man fährt mit angezogener Handbremse durch sein Leben, aber man fährt.

Mächtige Flüche mutieren die psychische, wie physische DNA eines Menschen. Was man auch tut, man findet keine Erleichterung. Man ist von Krankheiten, Liebesleid, Existenzängsten und persönlichen Dramen gezeichnet. Das Leben ist eine einzige Qual. Jede Freude, jeder Erfolg, jeder Genuss ist nur von kurzer Dauer. Die Dunkelheit hält einen fest umklammert. Die eigentliche Persönlichkeit ist nur gelegentlich wahrnehmbar. Manchmal ist ein Lebensbereich betroffen, meistens jedoch mehrere. Aus Schuldgefühlen und/oder Versagen hat man sich selbst in voller Absicht verflucht oder ist aus Hass, Neid und Vergeltungssucht in voller Absicht verflucht worden. Diese Flüche trägt man wie ein Joch von Leben zu Leben, bis man auf Jemanden trifft, der diese Flüche erkennt und (er)lösen kann.

Flüche können lediglch durch einen Akt der Gnade entfernt werden. Diesen Akt der Gnade kann meist nur ein Anderer für uns vollziehen. Wir treten wie die sumerische Göttin Inanna eine Reise in die Unterwelt an. Wir brauchen wie sie mindestens einen Helfer, um uns zu befreien. Gnade und Mitgefühl sind Engelsenergien, die diesen diabolischen Pakt beenden.

Das Auflösen von Flüchen ist nur durch diese himmlische Gnade möglich. In absoluten Ausnahmefällen wird Menschen diese Gnade ohne jegliche Hilfe zuteil. Fast immer braucht es einen Anderen. Wie als wäre ein Fürsprecher nötig, um endlich Vergebung zu erlangen. Der Weg zur Befreiung ist manchmal beschwerlich, da solche Flüche Zeit brauchen, um das Energiefeld des Betroffenen zu verlassen. Es erfordert Geduld, bis die Wunden geheilt sind und der eigentliche Wesenskern zum Vorschein gelangt. Des öfteren erfordert es Nacharbeit, da der Mensch über so viele Inkarnationen gefangen war, dass er erst neue Sichtweisen erlernen muss, um Glück und Segen zuzulassen. Oder wie Meister Yoda aus Star Wars zu sagen pflegt: „ Unlearn you must, what you have learned.“

Flüche und Besetzungen sind in ihrer Auswirkung kaum zu unterscheiden. Besetzungen sind meist leichter erkennbar, da Betroffene u.a. zu äußerst merkwürdigem Verhalten neigen. Während Besetzungen nicht zwangsläufig Flüche nach sich ziehen, können Flüche hingegen Besetzungen beinhalten. Besetzungen sind meist auch physisch lokalisierbar, Flüche können lokalisierbar sein, verändern aber meist das komplette Feld. Besetzungen werden nicht vererbt. Flüche können über ganzen Familien hängen und durch Generationen getragen werden.

In unserer westlichen Kultur hält man Besetzungen und Flüche für überholten Aberglauben. Wir tendieren bei diesem Thema zu Furcht und Ablehnung bis hin zu kompletter Negierung.

Viele Wissenschaftsanhänger vernachlässigen, dass Wissenschaft immer reduktiv ist und nur das wiederholt Beweisbare vertritt. Es gibt allerdings weit mehr zwischen Himmel und Erde, als das, was sich dokumentieren lässt. Die Tatsache, dass diese Grauzone von vielen Gurus und Scharlatanen missbraucht wird, macht es nicht unbedingt einfacher für Betroffene, Hilfe zu erlangen.

Wichtig ist es mir zu betonen, dass Flüche, Besetzungen und Fremdwesen nur EINE Möglichkeit von vielen sein können, woran ein Mensch leidet. Vielleicht liegt die Wahrheit wieder einmal in der goldenen Mitte: nicht alles ist Aberglaube, auch wenn es noch so verrückt erscheint. Und nicht alles, was einem angedichtet wird oder man sich selbst zusammenreimt, ist zwangsläufig Realität.

Man braucht nicht daran zu glauben, um davon befreit zu werden. Hält man es jedoch für möglich, betroffen zu sein, sollte man Jemand aufsuchen, der die Fähigkeiten hat, dies auszutesten und gegebenenfalls zu lösen. Ich persönlich würde alle Helfer, Engel und Lichtwesen anrufen, damit man die richtigen Person(en) findet, die einem aus dieser ausweglos erscheinenden Lage heraushelfen können.

frankfurt

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